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Marketing-Trends 2022 – Daten bestimmen die Zukunft

  • Chad Engelgau

    Chad Engelgau

    Chief Executive Officer

Created at Januar 20th, 2022

Marketing-Trends 2022 – Daten bestimmen die Zukunft

Der digitale Wandel hat in den letzten zwei Jahren ordentlich an Tempo zugelegt. Doch für Marketingexperten heißt das nicht, jetzt das Tempo zu drosseln. Das Marketing der Zukunft erfordert einen geschickten Umgang mit Daten und Technologie – basierend auf dem Wunsch nach Veränderung. Die richtige Nutzung von Daten zur nachhaltigen Ansprache von bestehenden und potenziellen Kunden wird 2022 durch vier neue Trends bestimmt

Trend 1 – Marketingautomatisierung

Bei der Marketingautomatisierung werden Daten und Technologien zur schnelleren Kontaktaufnahme mit Kunden eingesetzt, sei es über externe Marketingkanäle oder über andere Ressourcen, wie zum Beispiel mobile Apps. Bei der Automatisierung ist Schnelligkeit zwar das A und O, doch erst die Möglichkeit zur Interaktion während der  Customer Journey und ein umfassendes  Kundenverständnis bieten dem Nutzer einen Mehrwert – und Ihrem Unternehmen eine Umsatzgenerierung.

Vorteile: Burnout am Arbeitsplatz ist schon länger ein Problem, das durch die Pandemie  noch verstärkt wird. Hier wird vorrangig auf neue Tool und Lösungen gesetzt, die sich darauf abzielen, sich wiederholende Standard-Aufgaben zu automatisieren und so Mitarbeiter zu entlasten. . Bei diesen Lösungen im Bereich des maschinellen Lernens (ML) und der künstlichen Intelligenz (KI) stehen nicht die Anwendungen selbst im Vordergrund, sondern die zugrunde liegende intelligente Technologie, die den Marketingexperten den Rücken freihält. So können sie sich auf das Wesentliche konzentrieren..

Herausforderungen: Standardmäßige KI-/ML-Algorithmen reichen nicht aus, um komplexe Anwendungsfälle wie das Customer Journey Management zu lösen. Unternehmen stehen vor enormen Herausforderungen und benötigen individuell anpassbare Lösungen, für deren Entwicklung Kenntnisse gefragt sind, die man erst mit der Zeit erwirbt. Nicht miteinander vernetzte Marketingplattformen und -systeme erschweren die Automatisierung des gesamten Customer-Journey-Workflows, und für die Marketingexperten gestaltet sich die Suche nach den richtigen Integrationen schwierig.

Tipp: Erfassen, messen und verstehen Sie zunächst, wie Nutzer über Ihre Kanäle mit Ihrem Unternehmen interagieren. Automatisieren Sie Aufgaben wie direktes Remarketing (im Gegensatz zu cookiebasierten Maßnahmen), um Ihren Bestandskunden und Prospects personalisierte und relevante Informationen zukommen zu lassen – unabhängig davon, ob sie per E-Mail, Direktmailing oder über Ihr Inbound-Call-Center mit Ihnen interagieren.

Trend 2 – Cloud Acceleration, der schnelle Weg in die Cloud

Unter Cloud Acceleration versteht man die beschleunigte Migration von Daten und Technologielösungen von Ihrem eigenen Rechenzentrum oder dem Ihres Marketing-Service-Providers (MSP) zu einem großen Cloud-Anbieter. Neu ist die Cloud nicht. Eine 2020 durchgeführte Umfrage unter 500 IT-Entscheidungsträgern weltweit zeigt jedoch, dass für 87 % der Befragten die Coronapandemie der Grund dafür ist, warum Unternehmen ihre Cloud-Migration beschleunigen.

Vorteile: Die Kosten für die Bereitstellung von cloudbasierten Lösungen sinken, und die enorme Skalierbarkeit der Datenverarbeitung ist besonders für Unternehmen interessant, die komplexe Lösungen bereitstellen. Darüber hinaus bieten Cloud-Plattformen zentrale, plattformeigene Tools und Technologien, wie beispielsweise Analysefunktionen. Weiterhin  begünstigen sie die Entwicklung kundenspezifischer Lösungen. Zahlreiche Unternehmen setzen verstärkt auf die Cloud, um ihre maßgeschneiderten Legacy-Lösungen aufzurüsten – ganz nach dem Motto „Das machen alle so“.

Herausforderungen: Das Cloud-Ökosystem boomt, wodurch die richtige Wahl erschwert wird. Bei großen Unternehmen mit komplexen Anwendungsfällen dürfte sich ein hybrider Ansatz durchsetzen. Das bedeutet, dass die Datenübertragung zwischen den Clouds in kürzester Zeit hohe Kosten verursachen kann. Eine weitere Herausforderung sind die Fachkräfte. Den meisten Unternehmen fehlt das erforderliche Fachpersonal für die Entwicklung neuer Lösungen oder die Umstellung vorhandener Systeme. Ein möglicher Datenverlust und die Festlegung auf die eigenen Cloud-Tools eines einzigen Anbieters dürften auch in Zukunft Anlass zur Skepsis geben.

Tipp: Das Gute an der Cloud-Lösung sind die günstigen Zugangsvoraussetzungen. Analysieren Sie den jeweiligen Anwendungsfall, und ermitteln Sie anschließend je nach Anforderungen die richtige Cloud-Lösung für Ihr Unternehmen. Skalieren Sie nach Bedarf. Nutzen Sie mehrere Lösungen, aber achten Sie auf die Gesamtkosten, gerade wenn Datenverlagerungen eine Rolle spielen.

Trend 3 – First Party Daten

First Party Daten sind das wertvollste Datengut eines Unternehmens. Daten von Unternehmenskunden, die aus erster Hand erfasst werden, bieten wichtige Insights hinsichtlich Präferenzen, Kaufgewohnheiten, Kundenverhalten und Lifetime Value. Die weltgrößten Unternehmen setzen alle explizit auf datengetriebene Strategien, die sich auf die Erfassung, Verwaltung und Nutzung von First Party Daten konzentrieren.

Vorteile: Viele Unternehmen haben endlich erkannt, dass es notwendig ist, eine stärkere, direkte Beziehung zu ihren Kunden aufzubauen. Bedingt durch die Pandemie treten die Menschen zwangsläufig ganz neu mit Unternehmen in Kontakt. Es entstehen so zusätzliche Möglichkeiten für den Datenaustausch, z. B. bei der Bestellung und Lieferung über die App. Die Abschaffung von Drittanbieter-Cookies führt dazu, dass Unternehmen First Party Daten und ihrer Bedeutung für Werbung und Marketing einen ganz neuen Stellenwert einräumen.

Herausforderungen: Wir als Gesellschaft wissen mittlerweile ziemlich genau, wie unsere Daten gesammelt werden, und wir fordern im Gegenzug einen deutlich höheren Gegenwert für die Nutzung unserer Daten. Dabei geht es längst nicht mehr um Rabatte , sondern darum, den Kunden echte Anreize zu bieten, damit sie bereit sind, Ihnen ihre Daten zu überlassen und mit Ihrem Unternehmen zu interagieren. Auch Gesetzgeber und Behörden begrenzen die Möglichkeiten der Datennutzung und legen fest, welche Daten für welche Zwecke erhoben und verwendet werden dürfen. Die Unternehmen müssen dafür sorgen, dass die Einhaltung der Vorschriften und die Transparenz bei der Datenverarbeitung höchste Priorität haben.

Tipp: In der digitalen Welt von heute können Sie nur mit datengetriebenen Lösungen Ihre Kunden für sich gewinnen und das Wachstum Ihres Unternehmens voranbringen. Entscheidend dabei sind eine intelligente Datenstrategie für Ihr Unternehmen und die gezielte Nutzung von Daten und Technologien. Die Erfassung von First-Party-Daten auf breiter Ebene ist unverzichtbar – unabhängig davon, ob Sie Ihre Produkte direkt oder indirekt vertreiben.

Trend 4 – Customer Experience im Fokus

Customer Experience Lösungen unterstützen die Orchestrierung der Customer Journey und nutzen Identity und Daten zur Personalisierung, Optimierung und Beschleunigung von Transaktionen.  Mit der zunehmenden Verdichtung der Märkte, dem zunehmenden Wettbewerb und dem verstärkten Wunsch nach einer stärkeren Kundenbindung gewinnt die Customer Experience noch mehr an Bedeutung.

Vorteile: Die Investition in Customer Experience lohnt sich , denn eine Verbesserung der CX kann den Umsatz des Unternehmens signifikant steigern.  Die Kunden interessieren sich außerdem für Unternehmen, die ihnen am Herzen liegen. Nach einem aktuellen McKinsey-Bericht , der sich mit dem Konsumverhalten der Verbraucher während der Pandemie befasst, geben 40 % der Befragten an, dass sie die Marke gewechselt haben. Von den jüngeren Jahrgängen werden der Mehrwert und Nutzen als entscheidende Faktoren genannt. Die Sicherstellung einer relevanten Customer Experience steigert also auch Cross-Selling, Up-Selling und letztendlich die Kundenbindung.

Herausforderungen: Die Coronapandemie  hat weiterhin Auswirkungen auf viele Bereiche des sozialen Lebens. Die Customer Experience  wird vermutlich erst in den kommenden Jahren zu einem echten „Rundumpaket“, bei dem Online- und Offline-Experiences von denselben Daten getrieben werden. In-Store-Experiences werden unter Umständen zu Out-of-Store-Experiences. Ein Beispiel dafür ist der Konzern Meta und sein Bestreben, Augmented und Virtual Reality voranzutreiben, was für die ohnehin schon überforderten Marketingabteilungen eine zusätzliche Belastung bedeutet. Es gibt viele CX-Tools, doch die Integration ist nicht immer einfach oder möglich.

Tipp: Das Thema Customer Experience rückt immer mehr in den Vordergrund, da die Kunden über ihre mobilen Endgeräte jederzeit und nach ihren eigenen Vorstellungen mit Unternehmen interagieren können – ob in der digitalen oder in der physischen Welt. Heben Sie sich mit einer besonderen Customer Experience von Ihren Mitbewerbern ab. Stellen Sie den Status quo infrage und nutzen Sie Daten für neue Insights, die Sie bisher vielleicht noch nicht in Erwägung gezogen haben. Unternehmen, die ihren Wettbewerbern einen Schritt voraus sind, werden durch zufriedene Kunden belohnt, die mehr Geld ausgeben und ihnen treu bleiben.

Fazit: Das Jahr 2022 steht ganz im Zeichen von Daten.

Sämtliche hier dargestellten Aspekte basieren auf einer datengetriebenen Strategie als Grundlage für Marketingentscheidungen und -maßnahmen. Unternehmen brauchen Kunden, und Kunden brauchen und suchen die Beziehung zu Unternehmen, denen sie vertrauen.. Durch Daten und Technologie wird diese Verbindung möglich.

Die Nutzung von Daten für Marketingmaßnahmen und die Interaktion mit Kunden bedeutet für Unternehmen jeden Tag aufs Neue, sich einen Vorsprung zu sichern.

Chad Engelgau

Chief Executive Officer

Chad Engelgau ist Präsident und Chief Executive Officer von Acxiom und leitet das Unternehmen strategisch. Sein Fokus liegt darauf, Unternehmen dabei zu helfen, Daten, Identity- und Technologielösungen besser zu nutzen, um Menschen zu verstehen und somit Wachstum zu schaffen.

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